Vorsicht Brandstifter! #Marzahn #Hellersdorf #BerlinDoku #MaHeLIVE #Präventionsbeitrag

MaHe LIVE

Immer wieder legen Brandstifter in Wohnhäusern Feuer. Dabei kommt es häufig zu schweren Personen- und Sachschäden. Schon mit geringem Aufwand können Hausverwaltungen und Bewohner die passive Sicherheit ihres Hauses spürbar erhöhen:

  • Halten Sie Haustüren geschlossen und schließen Sie Keller- und Bodentüren ab.
  • Sprechen Sie verdächtige Personen im Haus an oder alarmieren Sie die Polizei.
  • Versehen Sie Ihre Wohnung mit Rauchwarnmeldern.
  • Halten Sie Treppenräume und Flure (Fluchtwege) frei von jeglicher Brandlast (Mülltüten, Kinderwagen, etc.)
  • Sperrmüll u.a. brennbare Materialien sind willkommene Ziele für Brandstifter!
  • Halten Sie auch die Zugänge zu Mülltonnen verschlossen.
  • Sorgen Sie stets für eine funktionsfähige Hausflurbeleuchtung.

News & Infos: Marzahn / Hellersdorf LIVE

Hinweise zum brandschutzgerechten Verhalten im Kellerbereich

Während Dachstuhlbrände meistens höheren Schaden verursachen, stellen Kellerbrände häufig eine größere Gefährdung der Hausbewohner dar. Durch offen stehende oder durch von der Feuerwehr zur Brandbekämpfung geöffnete Kellertüren gelangt der Brandrauch zunächst in die Treppenräume und bei falschem Verhalten der Hausbewohner, infolge des Öffnens der Wohnungstüren, auch in die Wohnungen und führt dort zu starken Verqualmungen und evtl. zu Panikreaktionen der Bewohner. Zur Vermeidung sind die Wohnungseingangstüren grundsätzlich geschlossen zu halten und den Anweisungen der Feuerwehr ist unbedingt folgezuleisten.

Kinderwagenbrände in Hohenschönhausen, 4.Februar 2019 Link

Boutins Berlin-Dokus

Für Kellerbrände gibt es ähnliche Ursachen wie für Dachstuhlbrände. Durch die Ansammlung vielfach großer Mengen brennbarer Materialien besteht in Kellerräumen eine erhebliche Brandgefahr. In Neubauten sind bauliche Maßnahmen zur Abtrennung der Kellerräume vom übrigen Wohngebäude vorgeschrieben, u.a. feuerbeständige Wände und Decken und feuerhemmende, selbstschließende Türen zu den Treppenräumen. Bei Altbauten sind diese Maßnahmen meistens nicht vorhanden. Aufgrund des Bestandschutzes für Altbauten können verbesserte bauliche Brandschutzmaßnahmen jedoch grundsätzlich nur freiwillig vom Hauseigentümer veranlasst werden.

Eine weitere erhebliche Brand- und Explosionsgefahr besteht, wenn Kraftstoffe, Farben, Lacke, Verdünner, Spraydosen, Campinggasflaschen usw. in Kellern aufbewahrt werden. Die meisten brennbaren Dämpfe sind schwerer als Luft und sammeln sich daher vorzugsweise in Kellern an. Die Lagerung von brennbaren Flüssigkeiten ist daher nur in geringem Maße zulässig (max. 20 Liter in nicht zerbrechlichen Behältern für den gesamten Kellerraum – nicht pro Kellerverschlag). Die Lagerung von Druck- und Flüssiggasbehältern im Kellerbereich ist völlig verboten.

  • Kellertüren sollten feuerhemmend, selbstschließend und verschlossen sein
  • Hausanschlussräume sollten gekennzeichnet werden
  • Absperrvorrichtungen (Gas, Wasser, Strom) müssen zugänglich und die Türen hierfür müssen beschriftet sein
  • die Kellergänge sind frei zu halten
  • Kellerräume ständig entrümpeln
  • Kellerfenster – auch von Mieterkellern – sollen zugänglich sein, sie dienen im Brandfall als Rauchabzug
  • Kellergänge sind elektrisch zu beleuchten (VDE-Richtlinien beachten), kein offenes Licht verwenden
  • In Kellerräumen keine Behälter mit Flüssiggas, keine Druckgasflaschen und keine Spraydosen lagern
  • Brennbare Flüssigkeiten dürfen nur in den erlaubten geringen Mengen entsprechend der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) gelagert werden
  • Handwerks- und Bastelarbeiten, bei denen Lösungsmitteldämpfe freigesetzt werden oder bei denen mit offener Flamme hantiert wird, sind in Kellerräumen zu unterlassen
  • Reinigungsöffnungen der Schornsteine sind zugänglich zu halten
  • bei Holzbalkendecken muss der Unterputz unbeschädigt sein
  • Eingefrorene Wasserrohre nie mit offener Flamme auftauen
  • Zuluftöffnung von Heizräumen offen halten, Feuerlöscher und Absperrorgane müssen zugänglich sein
  • bei Ölheizungen: Anstriche, Beleuchtung, Rohrverbinder und den Grenzwertgeber in Ordnung halten

Boutins Berlin-Dokus

Rettungswege freihalten!

Rettungswege freihalten! Im Notfall zählt jede Sekunde. Auf diesem Bild aus der Eisenacher Straße ist das Hinweisschild links im Bild deutlich zu erkennen, trotzdem parken hier tagtäglich Fahrzeuge verkehrswidrig.

Am 30. September 2018 wurde die Berliner Feuerwehr in die Eisenacher Straße zu einem Notfall alarmiert. Die Einsatzkräfte mussten vorzeitig das Einsatzfahrzeug verlassen und den weiteren Weg zum Einsatzort zu Fuß fortsetzen. Die Polizei Berlin musste hinzugezogen werden und es wurden Maßnahmen getroffen. Zum Beitrag vom 30.09.2018

Die Brandstiftungen im Bezirk Marzahn/Hellersdorf (Ortsteile: Mahlsdorf, Kaulsdorf, Biesdorf, Marzahn, Hellersdorf) haben augenscheinlich im Vergleich zum Vorjahr 2017 – Kriminalitätsatlas 2017 – im Jahr 2018 zugenommen. Die Aufklärungsquote ist niedrig.

Falschparker im Kiez! Zeit kann Leben retten!

Die Chronik der Wohnungsbrände & Brandstiftungen in der zweiten Jahreshälfte 2018 in Marzahn/Hellersdorf ist beachtlich lang:

Mutmaßliche Brandstiftungen 2019 / Marzahn/Hellersdorf

Chronik Brände der letzten Monate (auszugsweise) :

14.03.2019 – Zerbster Straße – Keller

16.3.2019 – Carola-Neher-Straße – Keller

16.4 2019 – Louis-Lewin-Str. – Kfz

18.4.2019 – Etkar-Andrè-Str. / John Heartfield-Str. / Carola-Neher-Str. – 4 x Kfz

16.5.2019 – Maxie-Wander-Straße – Wohnwagen

11.6.2019 – Eisenacher Straße – Kfz

27.6.2019 – Alte Hellersdorfer Straße – Kinderwägen

Diese Chronik ist unvollständig und stellt nur einen Teil der Feuerwehreinsätze dar !

Berliner Feuerwehr – Alte Hellersdorfer Straße 135

Es gab im Jahr 2018 Festnahmen von Tatverdächtigen und mutmaßlichen Brandstiftern. Der Brand in der Alten Hellersdorfer Straße 135 am 7. November 2018 war einer der Brandstiftungen, die zu einem Tatverdächtigen 23-Jährigen geführt haben. Dieser war selbst Mieter im Haus und bewohnte eine Wohnung mit seiner Mutter gemeinsam.

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Wertvolle Minuten bei einem Wohnungsbrand können durch das verkehrswidrige Parken verloren gehen. Das kostet im schlimmsten Fall Menschenleben.

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In weniger als 2 Minuten steht das Zimmer in Vollbrand

In den Jahren 2010-2017 gab es in Marzahn/Hellersdorf mehrere Brandstiftungen, zum Teil umfangreiche und schwerwiegende Brandserien, die nur schwer bis gar nicht aufgeklärt werden konnten.

Brandstiftungen in Marzahn/Hellersdorf

In den Jahren 2010, 2011, 2013, 2014, 2015, 2016 und 2017 brannte es mehrfach in unserem Kiez.

2010 beschäftigte sich die Polizei und Feuerwehr mit einem Brandstifter der innerhalb von 6 Monaten zwischen U Kaulsdorf Nord und U Hellersdorf bis zu 70 Brände gelegt hat. Es wurden Kinderwagen, Sperrmüll und Mülltonnen angezündet.

2011 zündete ein Ex-Partner in der Stollberger Straße den Keller seiner Ex-Freundin an. Täter geschnappt.

In der zweiten Januarwoche 2013 zündeten ein 15- und 17-Jähriger in Hellersdorf.

In den Straßen; Havelländer Ring, Eisenacher und der Alten Hellersdorfer Straße haben die Jugendlichen Brandstifter 8 Autos angezündet. Die Polizeibeamten folgten den Fußspuren vom Tatort im Schnee, diese führte zu einer nahegelegenen Kneipe, wo die jugendlichen Täter von der Polizei geschnappt wurden.

Im gleichen Jahr 2013 wurde in der Nacht ein Kinderspielplatz angezündet, die Täter wurden nie geschnappt.

2014 zündete ein noch unbekannter Täter die Mülltonnen vom EDEKA-Markt in der Gothaerstraße an. Unvorstellbar, was passiert wäre, wenn das Feuer auf den Markt übergegriffen hätte. Brandstifter flüchtig.

Im selben Jahr 2014 brannten am Kummerower Ring und Eisenacher Straße, u.a. Kellerverschläge und im Hausflur abgestellte Kinderwagen.

Im März 2015 zündete ein 38-Jähriger einschlägig polizeibekannter Mann an Mülltonnen in den Hochhäusern der Bansiner Straße. Allein 8 Brände in 7 Tagen hielten die Feuerwehr in Atem und ständiger Alarmbereitschaft vor weiteren Bränden.

Dieser Brandstifter wurde durch aufmerksame Anwohner später geschnappt.

2016 zündete ein Brandstifter ein Auto in der Tiefgarage in Helle Mitte (gegenüber der Post) an und löste damit einen lebensgefährlichen Brand aus.

Zuletzt brannten am 27.10.2017 mehrere Kellerverschläge in der Ludwigsfelder Straße.

Ganz wichtig dabei ist, dass man die präventiven Maßnahmen nicht aus persönlicher Gemütlichkeit vernachlässigt. Damit gefährdet man die gesamte Anwohnerschaft.

Diese “Gemütlichkeit” ist leider oftmals die öffnende Tür für Einbrecher und Brandstifter.

Nicht das Feuer tötet die Opfer, sondern der Brandrauch!

Achtet auf eure Nachbarn.

Infoflyer: Vorsicht Feuer!

Dieser Beitrag enthält Texte der Berliner Feuerwehr

Weitere Texte & Bilder: Berlin-Doku.de & MaHe-LIVE.de

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Am Freitag, 15.02.2019 streikt die BVG. Von Betriebsbeginn bis 12.00 Uhr stehen die meisten Fahrzeuge still. Es werden jedoch nicht alle Linien bestreikt, da Teilbetriebe des BVG-Netzes von einem Subunternehmen abgedeckt werden. Dazu zählt in Marzahn/Hellersdorf die Ringbuslinie 399 “S-Kaulsdorf – Grottkauer Str. – S-Kaulsdorf”. Anwohner/innen aus den Ortsteilen Kaulsdorf […]

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