Teilhabechancengesetz – Chancen bieten, Chancen nutzen KIS-Pflege entdeckt und fördert das Potenzial der Mitarbeiter*innen #Jobcenter

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Kennengelernt haben sich Aliasghar Saba, Personalreferent bei der KIS Krankenpflege Initiative Süd GmbH, kurz KIS-Pflege, und Heike Klinsky, Mutter von vier Kindern, bei einer Bewerberrunde im JobCafé des Jobcenters Berlin Marzahn-Hellersdorf. Die 43-Jährige suchte eine Stelle als Haushaltshilfe und Betreuerin, Aliasghar Saba stellte KIS-Pflege vor, die Beschäftigungsmöglichkeiten und die Anforderungen an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Im anschließenden Einzelgespräch entdeckte Aliasghar Saba mehr Potenzial im Lebenslauf von Heike Klinsky. Sie habe einen Pflegebasiskurs gemacht, ob sie denn nicht in die Pflege hineinschnuppern möchte?

Die KIS-Pflege versorgt pflegebedürftige Menschen zu Hause. Das Angebot wendet sich an Personen aller Altersgruppen mit vorübergehenden akuten Erkrankungen oder dauerhaften chronischen Einschränkungen.

Heike Klinsky wollte einst Krankenschwester werden. Das scheiterte an ihrer Lese- und Rechtschreibschwäche, eine Erfahrung, die sie bei Aliasghar Sabas Angebot zögern ließ. Dann aber sagte sie sich: „Wenn es klappt, dann klappt es – und wenn nicht, dann habe ich es wenigstens probiert.“ Sie nahm das Angebot an, in einer Wohngemeinschaft zwei Wochen Probe zu arbeiten. „Ich fühlte mich super aufgenommen und schon am zweiten Tag zugehörig“, erinnert sie sich.

Seither arbeitet sie bei der KIS-Pflege 30 Stunden die Woche. Das Jobcenter fördert sie im Rahmen des Teilhabechancengesetzes fünf Jahre lang. Denn Heike Klinsky war in den vergangenen 7 Jahren wegen der vier Kinder nur geringfügig beschäftigt und bezog Leistungen vom Jobcenter. Sie erfüllt damit die Fördervoraussetzungen nach Sozialgesetzbuch (SGB) II §16i.

Wertgeschätzt und offen für eine weitere Entwicklung

Anders als üblich ist sie maximal 6 Stunden am Tag im Dienst. „Es ist gut, dass Frau Klinsky ihre persönlichen Ressourcen gut einschätzen kann, dann finden wir gemeinsam eine Lösung“, sagt Aliasghar Saba lächelnd. Er freut sich sehr, dass die neue Kollegin bereits nach wenigen Wochen nicht nur großes Lob für ihr Engagement und Wertschätzung für ihre Arbeit bekommt, sondern ihre berufliche Weiterentwicklung in Angriff nimmt: Die Pflegedienstleitung hat sie vorgeschlagen für einen Kurs zum Umgang mit Medikamenten. Heike Klinsky hat zugestimmt.

Nach dem Kurs kann sie die Medikamentenversorgung von Pflegebedürftigen übernehmen. Damit entlastet sie die Pflegefachkräfte. Die KIS-Pflege vergütet das entsprechend – was nicht alle Pflegedienste tun. „Im Pflegebereich gibt es sehr viele Entwicklungsmöglichkeiten für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, betont Aliasghar Saba. Die Entlastung der Fachkräfte durch zusätzliche qualifizierte Aufgaben für die Pflegehelferinnen ist ein interessanter Ansatz.

Ehrlich gemeinte soziale Verantwortung

Heike Klinsky freut sich, dass sie die Chance genutzt hat und sich beweisen konnte. Nun will sie sich weiterentwickeln, sie will nicht nur fürs Geld arbeiten gehen. „Die Bewohner sagen, ich bringe gute Laune mit – aber ich freue mich ja, zur Arbeit zu gehen. Ich möchte ein schönes Leben haben – dafür tue ich selber etwas, und die Kontakte in der Arbeit erleichtern dies auch.“

Holger Löbell, Betriebsakquisiteur im Jobcenter Berlin Marzahn-Hellersdorf, ist dankbar für einen Personalreferenten wie Aliasghar Saba, der Potenzial bei Langzeitarbeitslosen entdeckt, sie ermutigt und ihnen Chancen gibt. „Der Kandidat muss ehrlich wollen, das Unternehmen muss es ehrlich meinen mit seiner sozialen Verantwortung und das Jobcenter mit seiner Unterstützung, dann bewegen wir etwas“, ist Aliasghar Saba überzeugt.

Die Zusammenarbeit mit dem Jobcenter und dem Arbeitgeberservice sei sehr gut. In den letzten Jahren sei das Jobcenter immer aktiver geworden bei der Unterstützung rund um die Arbeitskräftegewinnung. Das ist wichtig für die KIS-Pflege. „Als soziales Unternehmen setzen wir nicht auf Pflegeroboter, sondern auf Vernetzung, damit unserer Bewohnerinnen und Bewohner auch morgen noch von Menschen gepflegt werden können.“

Ansprechpartner für Träger und Betriebe zur Förderung nach §§ 16 e/i SGB II: Holger Löbell.
Der Betriebsakquisiteur des Jobcenters Berlin Marzahn-Hellersdorf Holger Löbell berät gerne auch vor Ort.
Tel. 030 5555 49 7712, E-Mail: Jobcenter-Berlin-Marzahn-Hellers dorf.Vermittlungsprojekt@jobcenter-gE.de

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Details zur Förderung
nach SGB II § 16e „Eingliederung von Langzeitarbeitslosen“

Gefördert werden können Personen, die mindestens zwei Jahre arbeitslos sind, und zwar mit einem Zuschuss zum Arbeitsentgelt für 24 Monate, im ersten Jahr in Höhe von 75 Prozent, im zweiten Jahr mit der Hälfte des regelmäßig gezahlten Arbeitsentgelts, mit beschäftigungsbegleitender Betreuung; zusätzlich sind Qualifizierungsmaßnahmen nach den allgemeinen Vorschriften möglich.

Details zur Förderung
nach § 16i SGB II „Teilhabe am Arbeitsmarkt“

Gefördert werden können Personen, die in den zurückliegenden 7 Jahren mindestens 6 Jahre im Leistungsbezug waren und in dieser Zeit nicht oder nur kurzfristig gearbeitet haben. Gewährt wird ein Zuschuss zum Arbeitsentgelt in den ersten beiden Jahren in Höhe von 100 Prozent des Mindest-/ Tariflohns; in jedem weiteren Jahr wird der Zuschuss um 10 Prozentpunkte gekürzt. Maximale Förderdauer fünf Jahre. Beschäftigungsbegleitendes Coaching und zusätzlich Qualifizierungsmaßnahmen nach den allgemeinen Vorschriften sind während der gesamten Förderung möglich.

Quelle: https://www.bmas.de/DE/Schwerpunkte/Sozialer-Arbeitsmarkt/ueberblick-fuer-arbeitgeber-und-langzeitarbeitslose.html

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